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HÖLDERLINSAAL |
RAUM HESSE 1-3 |
RAUM MÖRIKE |
UHLANDSAAL |
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| 09:30 |
Kaffee |
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| 10:00 |
Begrüßung und Einführung
Ministerin
Dr. Monika Stolz MdL
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| 10:15 |
Grußwort
Vizepräsident des Landkreistages Baden-Württemberg, Landrat Guido Wolf MdL
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| 10:20 |
Leben mit meiner demenzkranken Mutter
Bürgermeisterin
Sabine Mayer-Dölle, Ulm
Bei den ersten Krankheitsanzeichen mit Anfang 60 war schwer erkennbar, ob meine
Mutter eine depressive Phase hatte, verbunden mit dem Ruhestand oder es sich um
erste Anzeichen einer Demenz handelte. Ärzte boten Anfang der 90er Jahre häufig keine
angemessene Unterstützung. Unendlich viel Geduld, liebevolle Zuwendung, Phantasie
in kritischen Situationen und ein allmählicher Rollenwechsel von der Tochter zur Mutter,
waren im Alltag eine riesige Herausforderung. Die herkömmlichen Hilfsangebote taten
sich schwer mit einer selbstbestimmten, für die Krankheit noch relativ jungen Frau. Eine
individuelle Wohngruppe bot im fortgeschrittenen Stadium eine Alternative zum Pflegeheim.
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| 11:00 |
Von der Überforderung zur Gewalt: Beziehungen gewaltfreier gestalten
Prof. Rolf-Dieter Hirsch,
Rheinische Kliniken Bonn
Kann Überforderung auch zu Hilflosigkeit, Verzweiflung, Angst und Wut führen, so
muss dies nicht zur Gewalthandlung führen. Vielfältige Ansatzpunkte in der Situation,
aber auch im Vorfeld bestehen, um einen würdevollen Umgang mit Menschen
mit Demenz zu ermöglichen. Entscheidend ist eine Selbstreflektion, aber auch
soziale Unterstützung und Hilfe von Dritten. Gibt es auch vielfältige Hilfen, in einer
Region so sind diese häufig unbekannt oder schlecht erreichbar. Entscheidend ist,
Beziehungsarbeit zu leisten sowie strukturelle Gegebenheiten auf ihr Gewaltpotential
zu hinterfragen und Lösungen zu finden
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| 11:45 |
Kaffeepause |
| 12:15 |
Medikamentöse Behandlung - Was nützt?
Dr. Michael Lang,
Neurologe und Psychiater, Ulm
Demente Patienten sind nicht heilbar, wohl aber gibt es realistische Therapie-Perspektiven. Der
Therapieansatz muss grundsätzlich ganzheitlich sein.
Hinsichtlich der medikamentösen Therapie gibt es wichtige Behandlungsansätze mit Wirkung
auf die Denken und Alltagsbewältigung der betroffenen Patienten. Nicht kognitive Störungen und
psychiatrische Begleiterkrankungen sind ebenfalls auch medikamentös zu behandeln. Die besten
Medikamente nützen aber nichts, wenn sie nicht eingenommen werden. 80% der Patienten sind
nicht therapietreu. Es gibt Verbesserungsmöglichkeiten in der Struktur unserer Versorgung und im
ärztlichen Bereich.
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Körperliches Training bei Demenz
Dr. Klaus Hauer,
Bethanienkranken- haus Heidelberg
Neben dem kognitiven Leistungsverlust und Verhaltensauffälligkeiten treten
bei demenziellen Erkrankungen auch motorische und funktionelle Leistungseinbußen auf.
Die Betroffenen erleiden dadurch deutliche Einschränkungen ihrer mobilitätsabhängigen
Lebensqualität und zeigen ein auffällig hohes Sturzrisiko.
Ergebnisse einer großen Interventionsstudie aus dem Bethanien-Krankenhaus an der
Universität Heidelberg zeigen, dass ein körperliches Training auch bei Patienten mit
demenzieller Erkrankung erfolgreich ist und neben der motorischen Leistung auch Psyche
und Kognition positiv beeinflusst werden können.
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Was alles geht: Engagement für Menschen mit Demenz - innovative Angebote
Teil 1
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| 13:00 |
Mittagessen |
| 14:00 |
demenz-art
Führung durch die Ausstellung
Interaktion mit allen Sinnen
Über Künstlerisches wieder ins Gespräch kommen
Michael Ganß,
Demenz Support Stuttgart
Kaum ein Angehöriger und auch nur wenige bürgerschaftliche engagierte Menschen können
sich vorstellen, mittels der Kunst in die Begegnung mit einem Menschen mit Demenz zu
gehen. Kunst das kann ich doch gar nicht, denken viele und so trauen sie sich auch nicht.
Dabei bietet das Künstlerische bietet vielfältige Zugangsmöglichkeiten, die durchaus mit
Leichtigkeit genutzt werden können.
Wir geht das? Dieses wird im Workshop nicht nur gezeigt, sondern kann auch praktisch
ausprobiert werden. Der Workshop richtet sich vor allem an die Menschen, die von sich
sagen: „Kunst das kann ich nicht.“
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Lebensqualität steigern mit Training und Behandlung
Prof. Johannes Schröder,
Psychatrische Klinik Universität Heidelberg
Der Verlauf demenzieller Erkrankungen kann durch eine frühzeitige Abklärung und
Diagnose, aber auch symptomatische Behandlung, günstig beeinflußt werden. Die
Behandlung schließt medikamentöse und übende Maßnahmen ein; die Angehörigen
werden nach mit einbezogen. Ansatzpunkte für die Prävention ergeben anhand
der in zahlreichen Untersuchungen bestätigten Risikofaktoren. Gerade hier haben
Trainingsverfahren und ein aktivier Lebensstil besonderen Wert. Die wichtigsten
Verfahren werden anhand einschlägiger wissenschaftlicher Befunde mit Blick auf ihre
praktische Bedeutung vorgestellt.
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Ich spreche für mich selbst
Sichtweise der Betroffenen
Peter Wißmann,
Demenz Support Stuttgart,
Sylvia Kern,
Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg
Menschen mit Demenz sind keineswegs immer hilflose und von anderen abhängige Personen.
Viele von ihnen können durchaus für sich selbst sprechen und ihre Interessen vertreten. Auch
in Deutschland ist in dieser Hinsicht etwas in Bewegung geraten. Wie das ausschaut und was
Menschen mit Demenz den Angehörigen, den Profis und der ganzen Gesellschaft zu sagen
haben, das wird Thema dieser Veranstaltung sein.
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Was alles geht: Engagement für Menschen mit Demenz - innovative Angebote
Teil 2
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Lebensqualität steigern durch bessere Kommunikation und Kooperation
Prof. Johannes Pantel, Klinik für Psychatrie Psychosomatik und Psychotherapie Universität Frankfurt
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| 15:15 |
Kaffeepause |
| 15:45 |
Länger sicherer und besser zu Hause leben dank alltäglicher und innovativer Technik
Dr. Heidrun Mollenkopf, Demenz Support Stuttgart,
Günter Schwarz, Evangelische Gesellschaft Stuttgart,
Peter Wißmann (Moderation)
Die meisten älteren Menschen wollen – auch mit Demenz – in ihrer Wohnung und im
angestammten Umfeld leben bleiben. Neben familiärer und Unterstützung durch ambulante
Dienste kann auch Technik einen Beitrag dazu leisten. Welche hilfreiche technische
Hilfsmittel und Lösungen gibt es, welche Erfahrungen hat man mit ihnen gemacht und wie
können sie genutzt werden?
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Den Tag gelingen lassen - Alltagsgestaltung und Beschäftigung
Sabine Hipp,
Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg
Oft ist der Alltag mit demenzkranken Menschen eine Herausforderung – nicht nur, aber vor allem für pflegende Angehörige. Damit das Zusammenleben im häuslichen Bereich auf längere Sicht gelingen kann, brauchen Angehörige und Menschen mit Demenz Hilfen. Das sind in erster Linie Menschen und Dienste, die für gewisse Zeiten Verantwortung übernehmen und entlasten, und es sind Ideen und Entscheidungen für die Gestaltung des Alltags. In diesem Workshop geht es um Hilfen für Angehörige und vor allem um ganz konkrete Möglichkeiten, wie man die Zeit mit einem demenzkranken Menschen gestalten kann.
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Besondere Anforderungen an Diagnostik und Beratung auf dem Land?
Dr. Jochen Tenter,
Zentrum für Psychatrie Weissenau
Wo bekomme ich Hilfe bei Demenz abseits der Ballungszentren? Im ganzen Lande gibt es
Hausärzte, Pflegedienste, Allgemeinkrankenhäuser, Pflegeheime und Selbsthilfegruppen. Reichte
dies nicht aus? Viele Angehörige, aber auch Professionelle fanden “nein“ nicht zuletzt wegen der
Zunahme der Zahl von Demenzkranken. Im Kreis Ravensburg wurden daher vier dezentrale "Zu-
Hause-Leben-Stellen" in der Nachfolge der vom Land projektgeförderten IAV-Stellen eingerichtet,
die ursprünglich auch Diagnostik leisten sollten. Dies war aber strukturbedingt (keine ärztlich-
therapeutischen Mitarbeiterinnen) nicht umsetzbar. Um diesen Bedarf zu decken, die psychiatrische
Forderung nach Vermeidung stationärer Behandlung zu erfüllen und die Nachsorge schwer Erkrankter
zu verbessern, entstand 2002 die erste psychiatrische Institutsambulanz von Baden-Württemberg
in der Alterspsychiatrie des damaligen ZfP Weissenau (heute ZfP Südwürttemberg), zunächst
überwiegend ärztlich-psychiatrisch, im Bedarfsfall inzwischen auch aufsuchend mit Pflege und
Sozialdienst. Über die Funktion dieses "Knotens im Netz der Altenhilfe" des Flächenlandkreises
Ravensburg wird berichtet.
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| 17:00 |
Theatervorstellung Dementus & Dementine, verwirrt, verirrt, fü(h)r mich
Brennpunkt-Theater e.V. Villingen-Schwenningen Uhlandsaal
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| 18:00 |
Ende der Veranstaltung
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